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Schutzengel der Faulti

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Schutzengel der Faulti
Schutzengel der Faultiere „Sie kümmern sich um sich selbst, sie tun niemanden etwas zuleide, zupfen Blätter von den Bäumen, schlafen viel und kratzen sich ab und an genüsslich – wie kann man solche Tiere nicht lieben?“ fragt Sam Trull. Ursprünglich hatte sich die Zoologin an der Duke Universität in den USA und in Oxford, England, auf Affen spezialisiert. Doch dann arbeitete sie in ihren Ferien in einer Wildtier-Auffangstation, wo sie das verwaiste Faultier „Kermit“ zu betreuen hatte. Und dann war es um sie geschehen Autos, Hunde und Stromleitungen fordern jährlich hunderte von Opfern unter den Faultieren und hinterlassen viele verwaiste Babys, um die sich Tierfreunde kümmern, wenn sie das Glück haben, rechtzeitig geborgen zu werden. Aber was geschieht mit Faultieren, die von Menschenhand mit dem Fläschchen aufgezogen wurden – wie kommen sie später in der Freiheit zurecht? Diese Frage bewegte Sam und sie suchte handaufgezogene Faultiere in den Wäldern auf. Mit Hilfe von Sponsoren gründete sie das Institut zur Erforschung der Faultiere in Manuel Antonio am Rand eines Nationalparks in Costa Rica und richtete eine Auffangstation für verwaiste Faultierbabys ein. Hier arbeitet sie nicht nur – hier lebt die als „Mutter der Faultiere“ bekannte Zoologin inmitten des Regenwalds in einem ,, wie sie betont, „faultierfreundlichen Haus“. Das bietet Klettermöglichkeiten bis unters Dach und in die Wohnung hinein. Die Tiere hier haben jederzeit die Möglichkeit, sich so lange und soweit sie wollen von ihrer „Mutter“ zu entfernen. Sam: „Mit dieser sanften Form der Auswilderung erzielen wir die besten Ergebnisse.“ Mitarbeiter und Schulklassen, die sich für Naturschutz engagieren, sind in der Station willkommen. Eine Touristenattraktion, wie andere Auffangstationen für Faultiere soll Sams „Sloth-Institut“ nicht werden. Die Zoologin hat festgestellt, dass der unmittelbare Kontakt mit allzu vielen fremden Menschen Faultiere stresst. Sam: “Wenn sie ihre Ruhe haben und nicht gestreichelt werden wollen, haben sie keine Chance, sich Besuchern zu entziehen. Dafür sind sie einfach zu langsam und behäbig.“


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