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s713 Faultierbaby Mokk

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s713 Faultierbaby Mokk
Faultierbaby Mokka hat viele Schutzengel Wohlig klammert sich das kleine Faultier Mokka an seine Ziehmama Lucy Marsh. Seit Jahren verbringt die Engländerin ihren Urlaub in Costa Rica und hilft in der Auffangstation für Faultiere. „Sie sind so süß und anhänglich und ich fühle, dass ich hier gebraucht werde. Faul am Strand zu liegen interessiert mich nicht.“, freut sich Lucy. Ihr ganz persönlicher Schützling unter den Faultieren ist Mokka, eines der jüngsten Pfleglinge der „Toucan Rescue Ranch“. Die Station wurde 2004 ursprünglich von Leslie Howle als Hospital und Aufzuchtstätte für Tukane eingerichtet. Doch als 2007 das verwaiste Faultierbaby Millie zu der Tierfreundin gebracht wurde, konnte die einfach nicht nein sagen. „Inzwischen haben wir vom Nasenbär über Kapuzineraffen, Papageien bis zum Tapir hier schon so ziemlich alle Tiere des Landes betreut“, sagt Leslie „Wir helfen, wo wir können.“ Besonders oft aber landen Faultiere in der Rettungsstation. Leslie: “Sie sind so langsam und kommen mit unserem modernen Tempo einfach nicht mit“. Typisch ist das Schicksal von Mokka, die vor wenigen Monaten eingeliefert wurde. Das Baby war am Bauch der Mutter fest geklammert, als die mitsamt einem morschen Ast aus 10 Meter Höhe rücklings auf eine Straße fiel. Passanten, die zufällig Zeuge des Sturzes wurden, konnten nur noch das Baby vom Bauch der toten Mutter lösen und es zur Station bringen. Hier stellten die Tierärzte fest, dass die kleine Mokka den schlimmen Sturz körperlich unversehrt überstanden hatte. Wichtig war jetzt neben der Ernährung mit einem Mix aus Milch und Fruchtbrei die Geborgenheit, die so ein Tier in der Nähe seiner Mutter erfährt. Von ihr getragen und bewegt zu werden gehört zu einer normalen und gesunden Entwicklung. Das Tragen gehört zu den Aufgaben der Volontäre. Jeder von ihnen übernimmt für die Dauer seines Aufenthalts die Patenschaft und Verantwortung für einen Schützling. Helfer wie Lucy aus aller Welt reisen in ihren Ferien an, um ihre Zeit mit diesen hilflosen Wesen zu verbringen und etwas über sie zu lernen. Das Projekt erlaubt den Helfern hautnah dabei zu sein. Allerdings heißt es täglich früh aus dem Federn zu kommen. Denn schon um sechs Uhr morgens müssen die Kleinen gefüttert werden. Wenn so ein Faultier auch 16 Stunden des Tages verschläft, so ist es doch kein Spätaufsteher. Mit Sonnenaufgang öffnen sich die Augen, meldet sich der Appetit, denn die wache Zeit wird vorwiegend mit Futtern verbracht. Weil Faultiere sich fast ausschließlich von Blättern ernähren, die nicht mehr Nährwert haben als grüner Salat, müssen sie große Mengen verzehren. Der Mageninhalt macht somit den größten Teil des Gewichts aus. Sie haben für ihre Größe die niedrigste Stoffwechselrate aller Säugetiere. Für Lucy ist es toll, wenn „Ihr Baby“ Mokka so gut bei Appetit ist.Lucy: “Meine Freunde halten mich auch in England auf dem Laufenden, schicken mir Fotos und Neuigkeiten. Mokka kann schon selbstständig auf Bäume klettern und sie findet auch schon ihre leckeren Blätter. Ich bin sicher, dass sie schon bald eine neue Heimat im Nationalpark findet. Weit weg von der nächsten Autostraße.“


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